Analysen

Die politische Analyse ist ein politikwissenschaftlicher Ansatz des systematischen Politikverständnisses und dessen praxisrelevanten Nutzung in der Politik. Dabei nutzt die Politanalyse alle bekannten Methoden wie die empirische Sozialforschung, qualitative Fallstudien, Fallvergleiche oder Statistik und Simulation. Hier publiziert die CVP des Bezirks Meilen aktuelle Studienergebnisse und Aussensichten. Diese Analysen und die daraus gezogenen Schlüsse ihrer Autoren stellen deren Meinung dar und sind keine Postion der CVP Bezirk Meilen.




CVP ist besonders volksnah
Obwohl die CVP nur 5 Prozent des Kantonsrats stellt, stimmen fast 85 Prozent der Gemeinden im Durchschnitt über sechs Jahre entsprechend der CVP-Parole. Sogar die Stadt Zürich liegt bei dieser Betrachtung näher bei der CVP als bei den Sozialdemokraten. Diese kommen erst an zweiter Stelle. Klar ist aber auch, dass bei vielen Abstimmungen die Werte gegen die Mitte tendieren, was den Mitteparteien zugutekommt.


Wer wählt die CVP?
Die CVP ist keine ländliche, kleingewerbliche Partei mehr. Aus methodischer Perspektive muss hier allerdings eingewendet werden, dass der unerwartet schwache Stadt-Land Effekt teilweise auch über 150 Jahre nach dem Sonderbundskrieg vom Religionseffekt überlagert sein könnte. Denn: die Anbindung des schwindenden praktizierenden katholischen Milieus an die Partei ist nach wie vor enorm stark. Eine Analyse der Wählerschaft der CVP vom Genfer Politologen Simon Lanz. (2011)


Schöpft die CVP ihr Potential aus?
Die Mitteparteien CVP und FDP kennen das Problem des schwindenden Potentials nicht. Ihnen gelingt es aber immer schlechter potentielle Wähler zu überzeugen. Im Gegensatz zur SVP und (in geringerem Ausmasse) der SP gelingt es ihnen nicht ihr Potential auszuschöpfen. Mit anderen Worten: Die Mitteparteien haben ein Problem der Wahlkampfführung. Ob es ihnen gelingt, diese Schwäche in den Wahlen 2011 auszumerzen wird sich weisen, schrieb der Genfer Politologe Simon Lanz im September 2011 in einer detailierten Analyse zur Ausschöpfung ihres Wählerpotentials durch die CVP.



Wen wählen potentielle CVP-Wähler?
Verschiedene Analysen befassen sich mit den Wählern: wo stehen sie, wen wählen sie? Im Anbetracht, dass die Parteien rund 90% ihrer Wähler nicht kennen, sind diese Analysen wichtige Grundlagen, damit eine Partei ihre Wähler kennenlernen kann. Aber auch im Hinblick auf die Zersplitterung der politischen Mitte können Folgerungen daraus gezogen werden. Peter Moser entdeckte 2010, dass sich die CVP- und GLP-Wähler ideologisch decken, was einen Zusammenschluss dieser beiden Parteien nahelege. Eine Analyse von Simon Lanz hingegen sah 2011 das Gleiche bei CVP und BDP, wobei er ersteren deutlich bessere Noten ausstellte.


Wähleranteil der CVP
Die CVP ist transparent. Hier sehen Sie unseren Wähleranteil im Kanton Zürich und im Bezirk Meilen, sowie die Anzahl Sitze im Kantonsrat seit 1971.


Der heimliche Niedergang der CVP
Der jahrzehntelange Machtkampf zwischen SVP und FDP und der Niedergang des stolzen Freisinns einerseits und der massive Rechtsrutsch der SVP nach Absorbation der Nationalen Aktion und der Autopartei ist spektakulät. In deren Schatten wird oft vergessen, dass es noch eine andere Partei gibt, der es mindestens so schlecht geht. In Zahlen ausgedrückt ist der Niedergang der CVP ebenso spektakulär wie jener der FDP.

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