Donnerstag, 22. Januar 2015

Referat Silvia Steiner

Silvia Steiner über Sicherheit im Kanton Zürich

Silvia Steiner referierte am 17. Januar 2015 auch an der Pfannenstiel-Tagung in Uetikon am See.

Dienstag, 6. Januar 2015

KESB braucht Pikettdienst

Der «Fall Flaach» darf nicht verallgemeinert werden. Aber es ist zwingend, dass die KESB in Notfällen auch ausserhalb der Brozeiten und an Sonn- und Feiertagen erreichbar ist. Einen solchen Pikettdienst hat seinerzeit schon eine Minderheit des Kantonsrats gefordert.

Genau einen solchen Pikettdienst für die KESB verlangt Kantonsrat Lorenz Schmid (CVP, Männedorf). «Ich werde bis zum Wochenende eine Motion oder eine parlamentarische Initiative ausarbeiten.» Schmid will mit seinem Vorstoss exakt auf den Minderheitsantrag mit dem Pikettdienst zurückkommen, den der Kantonsrat im April 2012 abgelehnt hat. «Die KESB braucht einen Pikettdienst wie eine gerichtliche Instanz», sagt Schmid. Im Übrigen verteidigt er die KESB. «Eine Behörde, die erst seit zwei Jahren aktiv ist, kann man nicht jetzt schon verurteilen.» (ZSZ, 6. Januar 2015)

Montag, 5. Januar 2015

KESB muss sich zu den Leuten herunterbücken

Die KESB mag professioneller sein, als die bisherigen Vormundschaftsbehörden, aber eines ist sicher: Gute Arbeit kann nur dann geleistet werden, wenn alle Betroffenen gemeinsam an einem Strick ziehen. Das ist bei den KESB leider oft noch nicht der Fall. Angehörige beklagen sich, kommunale Sozialbehörden bekommen im besten Fall weder Akteneinsicht noch Auskunft, im schlimmsten Fall werden sie schnodrig behandelt und sogar ihre Zuständigkeit in Zweifel gezogen.

Wer bei der Sozialbehörde (Sozialhilfe und Asylwesen) oder bei der KESB (Vormundschaftswesen) landet, dem geht es meistens schlecht; sehr schlecht. Leuten, denen es schlecht geht, muss man auf Augenhöhe und menschlich begegnen, egal ob der Entscheid nun positiv oder negativ ist. Professionelle Verwaltung von menschlichem Leid, versteckt hinter unverständlichem Amtsdeutsch wird nicht verstanden und kann Aggressionen auslösen. In Sachen Augenhöhe und Kommunikation muss die KESB noch klar dazulernen. Und zwar subito, bevor es noch mehr Tote gibt.

Etienne Ruedin, Sozialbehörde Männedorf / 5. Januar 2015