Dienstag, 24. Juni 2014

Einsatz von altem Rollmaterial auf der S7

Kantonsrat Lorenz Schmid, Männedorf, hat am 23. Juni 2014 folgende Anfrage eingereicht:

Seit dem Fahrplanwechsel vom 22. Juni 2014 sind auf der S7 Zugseinheiten der älteren Generation im Einsatz. Diese Einheiten werden laut ZVV/SBB bis Dezember 2014 zu 75% überholt sein, somit über einen Niederflureinstieg sowie über Klimatisierung verfügen. Die Überholung bringt mit sich, dass sich die Sitzplatzkapazität um ca. 10% reduziert. Nicht nur ab Meilen, sondern bereits ab Männedorf werden dadurch viele Pendler neu zu einer 20-minütigen Fahrt stehend gezwungen. Die ZVV/SBB begründet den Wechsel damit, dass die neuen Zugseinheiten auf S-Bahnlinien zum Einsatz kommen, die betreffend Fahrplansicherheit und Pünktlichkeit «delikater» seien und somit deren Einsatz für das ganze S-Bahnnetz für mehr Stabilität sorgen.

Hierzu stellen sich folgende Fragen
  1. Ist dieser Entscheid, die neuen Zugseinheiten auf andere Linien zu verschieben, alleinig auf die Fahrplansicherheit zurückzuführen?
  2. Wurden für den Entscheid andere Kriterien als die Fahrplansicherheit beigezogen?
  3. Sind die in den Genuss der neuen Zugseinheiten kommenden Strecken in Stosszeiten mehr oder weniger belastet im Vergleich zur S7?
  4. Ist es möglich, alte und neue Zugseinheiten gemischt in Vielfachsteuerung einzusetzen? Wenn ja, wäre die Zugänglichkeit für Behinderte, die einen Niederflurzugang benötigen, verbessert gewährleistet?
  5. Ist es möglich, ausserhalb der Stosszeiten die nicht gebrauchten Zugseinheiten der neuen Generation auf der S7 zum Einsatz zu bringen? Stehen Zugseinheiten der 2. und 3. Generation tagsüber auf den Abstellgleisen?

Montag, 2. Juni 2014

Gemeinden bei KESB-Beschlüssen einbeziehen

Mit der Ablösung der kommunalen Vormundschaftsbehörden durch die KESB (Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde) hat anstatt einer Professionalisierung eine Bürokratisierung stattgefunden.

Genauso wie die KESB unterstehen die involvierten Gemeinden dem Datenschutz und der Schweigepflicht. Daher ist die Situation unbefriedigend, dass Gemeinden zwar Kostenzahler sind, aber nur rudimentäre Informationen erhalten und kein partnerschaftlicher Einbezug stattfindet. Die CVP begrüsst es sehr, dass der Kantonsrat das dringliche Postulat überwiesen hat, welches ein besseres Zusammenwirken fordert. Bei KESB Beschlüssen mit erheblichen Kostenfolgen sollen Gemeinden legitimiert werden, informiert und angehört zu werden und ein Akteneinsichts- sowie Beschwerderecht erhalten. (2.Juni 2014)