Dienstag, 27. November 2012

Stadelhofen muss ausgebaut werden

Über 1000 der 7155 eingereichten Unterschriften für die Initiative: „Stadelhofen: pünktlich und zuverlässig“ stammen aus dem Bezirk Meilen. Die Initiative wurde vom VCS Zürich eingereicht und wird im Bezirk Meilen von einer überparteilichen Allianz unterstützt. Die kantonale Initiative will den Zürcher Regierungsrat beauftragen, eine Finanzierungsvorlage zu erarbeiten, damit ein viertes Gleis im Bahnhof Stadelhofen und eine zweite Tunnelröhre zwischen Tiefenbrunnen und Stadelhofen etappenweise gebaut werden können. Das Anliegen findet bei den Parteien im Bezirk Meilen ein sehr positives Echo. FDP, Grüne, SP, GLP, CVP, EVP und EDU sind von der Notwendigkeit überzeugt, dass der drittmeist frequentierte Bahnhof der Schweiz (135'000 Passagiere pro Tag) ausgebaut werden müsse. Deshalb haben sie beschlossen, die Initiative gemeinsam zu unterstützen.

Die breite politische Allianz spiegelt sich in der überdurchschnittlichen Zahl der Unterschriften, die im Bezirk Meilen gesammelt worden sind: Am rechten Seeufer haben mehr als tausend Stimmberechtigte den Initiativ-Bogen signiert (genau 1043). Ein Grossteil der Seebewohner pendelt nach Zürich zur Arbeit und kennt die Folgen des grössten Engpasses im Zürcher S-Bahn-Netz: häufige Verspätungen, wodurch sich die Umsteigezeiten im Hauptbahnhof empfindlich verkürzen; immer wieder überfüllte Züge, weil sich der Fahrplan auf der Strecke Zürich – Rapperswil kaum mehr verdichten lässt.

Nach Ansicht der Parteipräsidenten der sieben Bezirksparteien ist im Stadelhofen die Entflechtung der verschiedenen S-Bahn-Linien von Meilen, Winterthur und Hinwil her daher ein dringendes Anliegen. Mit vier statt drei Gleisen können die regelmässigen Verspätungen zwischen Zürich und Meilen verhindert werden, zudem werden mit einem zweiten Riesbach-Tunnel die Bedingungen für den Viertelstundentakt auf der ganzen rechten Seeseite geschaffen. Da der Ausbau des Stadelhofens nicht nur für den Bezirk Meilen, sondern auch für das Zürcher Oberland und für die Region Winterthur sehr positive Auswirkungen hat, handelt es sich beim geschätzten finanziellen Aufwand von 500 Millionen Franken um gut investiertes Geld. Zudem ist damit zu rechnen, dass die Zahl der Zugreisenden in Zukunft weiter zunimmt: Die Initiative kommt zum richtigen Zeitpunkt.

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